Aktuell

Vorstandswahl 2010

Am 26.05.2010 fand in der Marienkirche eine Mitgliederversammlung mit der Neuwahl des Vorstandes statt. Neu gewählt wurden:

Vorstand

  • Vorsitzende: Bärbel Hornemann
  • Stellvertretender Vorsitzender: Reinhard Weis
  • Kassenwart: Hans Krassort
  • Schriftführer: Burkhard Zimmermann
Beisitzer
  • Andreas Off
  • Michael Hentschel
  • Klaus Rönnebeck
  • Christian Frankenberg
  • Thomas Heinrich
  • Wieland Henning

Der 2010 neu gewählte Vorstand unseres Vereins

Bild: Der neu gewählte Vorstand unseres Vereins. Von links: Burkhard Zimmermann, Michael Hentschel, Reinhard Weis, Bärbel Hornemann, Christian Frankenberg, Thomas Heinrich, Wieland Henning. 2010-05-26





Vereinbarung zwischen der Stadtgemeinde und dem Förderverein ist endlich genehmigt!

Mai 2010: Nach gut drei Jahren ist die Vereinbarung zwischen der Evangelischen Stadtgemeinde und dem Förderverein Glocken St.Marien Stendal e. V. durch die EKM genehmigt nun rechtskräftig, sodass wir einen Originalvertrag vorliegen haben.

So können wir unser neues Motto: “Lasst St. Marien nicht im Regen stehen!” nun endlich wieder Gewicht als Kirchbauverein geben und wir hoffen, liebe/r Leser/rin, liebe/r Besucher/in unserer Webseite auch auf Deine/Ihre Hilfe!

Auf dieser Grundlage wurden vom Gemeindekirchenrat (im folgenden GKR) folgende Aufgaben dem Förderverein zur eigenständigen Bearbeitung in Abstimmung mit der Stadtgemeinde übergeben:

GKR-Beschluss vom 24.03.2010 und 21.04.2010 (Pkt. 7)

  1. Sockelsanierung (Granitsockel)
  2. Dachrinnenanbau auf der Südseite
  3. Dachrinnenanbau auf der Nordseite
  4. Instandsetzung Haupteingangsbereich Löwenportal
  5. Turmzimmer drei Fensterumbauten zum Öffnen
  6. Taubenabwehranlage auf Probe
  7. Dendrochronologische Untersuchung am Orgelgehäuse der Schererorgel

Zu den einzelnen Punkten der Vereinbarung

Sockelsanierung
Derzeit baut das Tiefbauamt der Hansestadt Stendal gerade den ersten Bauabschnitt von der Wettbewerbsplanung Winckelmannplatz – das Verbindungsstück zwischen der nördlichen und der südlichen Breiten Straße. Im Zuge dieses grundhaften Straßenausbaues wurden die Granitsockelfundamente freigelegt. Es besteht somit die einmalige Chance hier den Granitsockel unterhalb und oberhalb des Gehweges die Fugen zu sanieren. Baubeginn ist der 03. Mai bis max. 14. Mai 2010. Vom Förderverein wurde mit dieser Bauleistung die Firma Boguslawski aus Möringen beauftragt. Hierzu wurde auf Antrag ein zinsloses Darlehn aus dem Baulastenfonds des Ev.Kirchenkreises über den GKR in Höhe von max. 9.000,00 € als Zwischenfinanzierung zur Verfügung gestellt. Die Hansestadt Stendal beabsichtigt die Maßnahme nach Kostenanerkennung mit 100% zu fördern. Vielen Dank für die raschen Genehmigungen und Geldbereitstellungen aller beteiligten Partner.

Dachrinnen und Kapellenabdeckung
Hier werden derzeit die Angebote und Aufgabenstellungen aktualisiert. Die entsprechenden Genehmigungen sind noch einzuholen und vor allem fehlt hier noch das Geld. Aber: diese Maßnahme hat für uns mit die oberste Priorität, denn der Substanzverlust durch die fehlende Dachrinne und Kapellenabdeckungen kann man am Besten an den Schäden des Löwenportals, der Außenwände und der Innenbemalung (Fresken) erkennen.

Löwenportal
Nachdem inzwischen die Zustandserfassung und Zustandsdokumentation sowie die Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes durch die Restauratorin Frau Corinna Grimm vorliegt, die Vermessung durch GEO-DV GmbH vertreten durch Herrn Heller erfolgt ist, die petrologische Bestimmung des Gesteins des Löwenportals durch das Institut für Diagnostik und Konservierung (IDK) vertreten durch Frau Dr. Jeanine Meinhardt untersucht wurde sowie verschiedene Abstimmungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Halle (LDA), der UDSB und der Ev.Stadtgemeinde getätigt wurden, geht es nun in die Phase der Entwurfsplanung.

Die Entwurfsplanung wird vom Architekturbüro Stendal, vertreten durch Herrn Clemenz Bach erstellt. Unabhängig von der restauratorischen Aufgabe ist auch für die Nutzung eine Einbindung / Schutzdach für das Löwenportal mit zu berücksichtigen. Von der Stadtgemeinde war es auch der Wunsch, diesen Eingangsbereich möglichst barrierefrei zu gestalten und eine verglaste Innentür mit zu integrieren, um Besucher auch bei einer geschlossenen Kirche den Blick in den Innenraum zu gestatten. Voraussichtlich Ende Mai 2010 liegt die Entwurfsplanung zu weiteren Abstimmungen mit den Fachämtern und der Gemeinde vor.

Fensterumbau im Turmzimmer und Taubenabwehranlage
Im Südturm befindet sich in der sechsten Turmebene unser beliebtes Turmzimmer für kleine Veranstaltungen sowie der Endpunkt für unsere Turmführungen. Damit der Ausblick aus diesem sehr schönen stimmungsvollen Turmzimmer nicht weiter getrübt wird, ist es zwingend erforderlich, alle sechs Fenster zum Öffnen auszubauen, damit auch die Reinigung aller Rautenglasfenster erfolgen kann. Inzwischen hat sich genau vor diesen Fenstern ein Taubenkotproblem auf Grund der zunehmenden Taubenpopularisation ergeben. Der Auftrag ist an die Firma Glas Wilde in Bellingen vergeben worden und wir voraussichtlich im Mai 2010 ausgeführt.

Um diese Plagegeister etwas zu verscheuchen, haben Andreas Off und Klaus Rönnebeck schon die Probestation am 28. April aufgebaut und es scheint diese Plagegeister zu verunsichern. Mal sehen - das Ergebnis bleibt abzuwarten.

Orgel - Dendrochronologische Untersuchungen am Orgelgehäuse
Wer derzeit in die Marienkirche kommt, sieht oben an der Orgel ein Gerüst. Derzeit werden im Rahmen einer Diplomarbeit von Kerstin Klein im Auftrag der Ev. Stadtgemeinde das Orgelgehäuse auf die Farbgestaltung untersucht und Vorschläge zur Sanierung des Gehäuses unterbreitet.

Einen Untersuchungsbaustein, parallel zur Diplomarbeit, finanziert der Förderverein, indem er die Kosten für die Dendrochronologische Untersuchung am Gehäuse übernimmt. Da das Gerüst gerade steht, kann der Orgelbaumeister Jörg Dutschke gemeinsam mit den Bauforscher Dr. Thilo Schöfbeck in Abstimmung mit Frau Kerstin Klein die Proben entnehmen.

Glocken
Alle Glocken sind wieder funktionstüchtig. Unser Glockenbauer Rolf Klietz hat die Glocke II – Neue Glocke von 1616 – am 27.April 2010 im Auftrag der Gemeinde repariert.

Die Uhrschlagglocken sind ebenfalls wieder funktionstüchtig und künden seit dem 29. April 2010 wieder die Zeit über Stendals Dächer an.

Hierfür hat dieses Mal der Förderverein für den GKR die Kosten übernommen.




Wichtige Information zu unserer Aktion: “Lasst Marien nicht im Regen stehen!”

März 2010: Die wichtige Information kommt von unserem Mitglied Frank Mühlenberg, der wir uns als Verein sehr gerne anschließen. Er gibt in seinem Verlag einen Stendal-Kalender für das Jahr 2011 heraus. Pro verkauftem Kalender wird eine Spende von einem Euro für unsere Aktion “Lasst Marien nicht im Regen stehen!” generiert.

Ein ansprechendes und schönes Geschenk für alle Anlässe!

“Lasst Marien nicht im Regen stehen!”

Spendenaufruf vom 17. November 2009
Gemeinschaftsaktion des Fördervereins Glocken St. Marien Stendal e.V. und der Evangelischen Stadtgemeinde Stendal


Lasst Marien nicht im Regen stehen

Bild: Bärbel Hornemann und viele Mitglieder des Fördervereins symbolisierten am 17.11.2009 mit ihren Regenschirmen den neuen Spendenaufruf für die Marienkirche
Foto: Susanne Moritz, Volksstimme


Nachdem die Zifferblattaktion erfolgreich abgeschlossen ist, wollen wir uns als Verein vermehrt der Substanzerhaltung der Marienkirche widmen. Seit 2003 gibt es bereits eine denkmalrechtliche Genehmigung für die Dachrinne und Kapellenabdeckung. Bisher waren alle Bemühungen der Stadtgemeinde an Fördermittel zu gelangen erfolglos.

Probleme:
  • Südseite — Marienkirchstraße - die fehlende Dachrinne auf 60 m Länge
  • Nordseite — Kornmarkt – fehlende Kapellenabdeckung aus Blei für 9 Kapellen
  • Kosten: Gesamtkosten: ca. 53.000,00 € (Gerüst, Material, Bauleistungen, Archäologie)
  • kupferne Dachrinne / Fallrohre einschließlich Gerüstkosten = 580,00 € / m Länge
  • Kapellenabdeckungen / Dachrinne = 2.800,00 € / Kapelle

Ziel: Schutz des Bauwerkes vor eindringender Feuchtigkeit

Folgen:

  • Gefahr für den Eingangsbereich — Löwenportal
  • das Mauerwerk ist zu feucht, es kommt zu Salzwanderungen und Ausblühungen, die Fugen im Mauerbereich werden ausgespült und brüchig
  • in den maroden Fugenbereichen dringt die Feuchtigkeit noch schneller in das Innere der Wandbereiche und beschleunigt die Zerstörung der inneren und äußeren Wandflächen
  • sichtbare Folge ist die Zerstörung der inneren Wandmalereien z. B. Kreuzigungsgruppe in der Seitenschiffskapelle, Marienkapelle

Spendenkonto des Fördervereins Glocken St. Marien:
Konto: 301 001 6580
BLZ: 810 505 55
Kreissparkasse Stendal
Code: “Dachrinne” oder “Lasst St. Marien nicht im Regen stehen!”


Lasst Marien nicht im Regen stehen

Bild: Viele Mitglieder des Fördervereins symbolisierten am 17.11.2009 mit ihren Regenschirmen den neuen Spendenaufruf für die Marienkirche
Foto: Reinhard Weis






Weihnachtssingen 2009 — Auch in diesem Jahr findet das Stendaler Weihnachtssingen wieder am Heilig Abend auf dem Marktplatz im Zentrum unserer Hansestadt statt.

Der Förderverein Glocken St. Marien Stendal e. V., das Stendaler Fernsehen, das Ensemble “Vier Jahreszeiten” und Propst Christoph Hackbeil, laden zum gemeinsamen Singen ein.

  • Beginn: 14.00 Uhr Einstimmung zum Heilig Abend mit weihnachtlicher Musik, Geschichten, Blasmusik mit den Stendaler Rolandmusikanten und Lieder zum Fest.
  • ab 15.30 Uhr “Die Singenden Weihnachtsmänner” und Sebastian Socha mit seiner Trompete vom Turm stimmen alle zum traditionellen Weihnachtssingen ein.
  • 16.30 Uhr volles Geläut. Dies ist nur zu hohen Feiertagen zu erleben und bildet den Abschluss vom Weihnachtssingen auf dem Marktplatz und lädt anschließend zur Christvesper mit Probst Hackbeil in St. Marien ein.
Weihnachtssingen 2009

Heilig Abend: 4. Stendaler Weihnachtssingen












Es sind alle recht herzlich eingeladen den Nachmittag am Heiligen Abend, die Zeit bis zur Bescherung, mit vielen Bürgern und Gästen der Stadt gemeinsam zu verbringen. Groß und Klein sollten sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen lassen.

Die Texte der insgesamt achtzehn Lieder können unter www.ok-stendal.de herunter geladen und ausgedruckt werden.
Alternativ können Sie sich hier die Liedtexte als PDF herunterladen.















Besuch der Orgelbauwerkstatt von Orgelbaumeister Jörg Dutschke

Die große Frage nach der Art der notwendigen Restaurierung der Scherer-Orgel in St. Marien ist noch immer nicht beantwortet. Eine Hilfestellung dafür war die Klärung der Frage, wie groß denn der historische Pfeifenbestand, den man auf Scherer den Älteren zurückführen kann, überhaupt ist. Diese Arbeiten fanden im Jahr 2008 statt und wir konnten dem Orgelbauer Jörg Dutschke bei der Arbeit an der Orgel zusehen. Der dabei mögliche Blick ins Innere der großen Orgel war faszinierend und verwirrend. Und natürlich tauchte auch die Frage auf, was ein Orgelbauer denn in seiner Werkstatt macht. Welche Techniken und Materialien muss er beherrschen, um die vielen mechanischen, pneumatischen, elektrischen, hölzernen, ledernen und metallenen Bestandteile zu bauen, zu reparieren oder zu restaurieren.

Dieser Besuch in der Werkstatt von Herrn Dutschke konnte am 14. November 2009 stattfinden. Herr Dutschke zeigte uns zur Einstimmung auf den Werkstattbesuch einen Film über das Entstehen einer Orgel in der Firma Sauer, in der er sein Handwerk erlernte. Aber wie wir sehen konnten: Orgelbau ist kein Handwerk. Es muss eine Berufung sein, denn wie sonst kann man die unzählig vielen Techniken für die Verarbeitung von mehr als 400 unterschiedlichen Materialein beherrschen und dazu auch noch die notwendige Musikalität mitbringen, um die vielen Klangfarben der Königin der Instrumente wohlklingend dazustellen? Mit großer Hochachtung vor der Arbeit der Orgelbauer - vor allem der historischen wie Scherer dem Älteren, der vor gut 400 Jahren ohne die modernen Maschinen von heute seine Kunstwerke geschaffen hat - sind wir wieder nach Hause gefahren. Dass der Erhalt und die Pflege dieses Erbes eine Verpflichtung für unsere Zeit sein muss, ist uns bei dem Besuch auch deutlich geworden. Und wir haben verstehen gelernt, warum dafür auch so ein gewaltiger finanzieller Aufwand erforderlich ist.

 
 

Bilder: Oben links – Zu reparierender Pfeifensatz, rechts – Reparatur einer Windlade, über die die Orgelpfeifen mit Luft versorgt werden. Unten links – Defektes Ventil als Beispiel für Materialkombinationen und vor der Filmvorführung. Bilder: Reinhard Weis