Zifferblattaktion
Am Ende dieser Seite finden Sie die Chronik der Zifferblattaktion und die Liste der zahlreichen Spender
Gesamtübersicht Aktion Zifferblätter Februar 2009
Motto: Ein jegliches hat seine Zeit ..... Prediger Salomo
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Ausgangssituation:
Im Nordturm in der 6. Turmebene befand sich in der Fachwerkturmuhrenstube (abgerissen Mai 2003) ursprünglich die Turmuhr von der Firma Johann Friedrich Weule (1893). Die Uhr wurde allerdings nicht für die Marienkirche geliefert, sondern stammt aus Halle/Saale und wurde erst später von dort angekauft. Als Vorgängeruhr wird im Inventarverzeichnis von 1883: eine eiserne große Uhr, in einer im nördlichen Thurme befindliche Uhrkammer genannt; dieses Werk wurde beim Einbau der Weule-Uhr verschrottet. Reste befanden sich noch im Treppenaufgang des Nordturmes. Auf Veranlassung der Mariengemeinde wurde das Werk von 1893, obwohl voll betriebsfähig, ausgebaut und durch eine elektronische funkgesteuerte Uhr 1992 ersetzt, die bis zum heutigen Tag ihren Dienst versieht und auch die Uhrschläge übernommen hat. Das alte Uhrwerk lag, in sämtliche Einzelteile zerlegt zunächst in der Kirche, dann in der Sakristei, seit Mai 1995 durch Herrn Peter (Hamm) wieder betriebsfertig montiert in einer Chorumgangskapelle und mit Hilfe des Glockenvereins (Rolf Klietz und Klaus Jonas) wurde sie wieder nach oben an den Ursprungsort verbracht und kann bei Turmführungen als Vorführmodell präsentiert werden.
Anhand von alten Fotos und alten Postkarten sind auf dem Nordturm jeweils in Richtung W-N-O sowie am Südturm in Richtung Süd nachweislich große Zifferblätter angebracht gewesen. Vor der Zifferblattsanierung waren die drei Zifferblätter auf dem Nordturm noch vorhanden aber schwer erkennbar. Am 30.03.2003 wurden die Zifferblätter aus dem Dienst genommen auf Grund der großen Ungenauigkeit. Ursache dafür war der Verschleiß des Antriebsmechanismus für die Zeiger und das Zeigertreibwerk. Am Südturm war nur noch ein Zeigerfragment.
Die denkmalrechtliche Zielsetzung war, die Zifferblätter am Nordturm analog der Bestandsgröße wieder herzustellen. Dabei konnten die vorhandenen Brettschalungen (Lärchenholz mit Nut und Feder) als Unterkonstruktion wieder verwendet werden. Darauf aufbauend wurde eine Kupferblechplatte auf einem Rohrrahmen als Abstandshalter platziert. Die sichtbaren Kupferplatten erhielten eine Farbbeschichtung in RAL 5013 kobaltblau.
Am Südturm zur Südseite/Marienkirchstraße wurde abweichend ein Ringzifferblatt eingebaut, um die Aussicht aus dem Veranstaltungszimmer auch weiterhin zu gewährleisten.
Das Büro Heinrich & Ebersbach hat für alle Seiten die Berechnung der Zifferblattaufhängung, die Tragfähigkeit der jeweiligen Hängegerüstkonstruktionen und die Prüfung der Sicherheit übernommen.
Folgende Genehmigungen wurden eingeholt:
- Denkmalrechtliche Genehmigung 0402/2001/St/D vom 11.07.2001, verlängert am 15.05.2003 für die gesamte Zifferblattsanierung
- Genehmigung der Ev. Stadtgemeinde vom 05.05.2004
- Genehmigung Kreiskirchenrat der Ev. Kreiskirche Stendal vom 06.05.2004
- Kirchenaufsichtliche Genehmigung Fl-B 7122-1/2-16201-2/2004 vom 17.06.2004 für die gesamte Zifferblattsanierung
- Denkmalrechtliche Genehmigung 0129/2008/St/D vom 26.05.2008 für das Ringzifferblatt
- Gewicht: ca. 150 kg je Zifferblatt
- Material: Kupferblech
- Farbe: kobaltblau RAL 5013
- Vergoldung: 24 karätiges Blattgold poliert
- Ziffer: 520 mm hoch
- Großer Zeiger: 1720 mm lang
- Kleiner Zeiger: 1200 mm lang
- Antrieb/Zifferblätter: elektrisch, separates Zeigertreibwerk, Firma Korfhage
- Antrieb/Ringzifferblatt: elektrisch, Zeigertreibwerk mit angeschlossenen Winkelwerk und Kontrollzifferblatt über mechanische Zeigerleitung zum Motorzeigetreibwerk in die 7. Turmebene, Firma Korfhage
- Steuerung: Hauptfunkuhr
- Marktplatz: 3520 x 3310 mm
- Winckelmannplatz: 3360 x 3360 mm
- Kornmarkt: 3400 x 3360 mm
- Marienkirchstraße: Kreisdurchmesser innen: 2400 mm, Kreisdurchmesser außen: 2880 mm
- Marktplatz: 06.12.2004
- Winckelmannplatz: 10.06.2006
- Kornmarkt: 15.07.2007
- Marienkirchstraße: 17.07.2008
- Marktplatz: 15.04.2005 per Seilzug
- Winckelmannplatz: 18.08.2006 per 220 t-Autodrehkran der Fa. Brandt & Wangler
- Kornmarkt: 17.07.2007 mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Stendal
- Marienkirchstraße: 29.07./30.07.2008 per Winde
- Marktplatz: 22.04.2005, 18.00 Uhr
- Winckelmannplatz: 24.08.2006, 12.00 Uhr, Kirchweihtag/Bartholomäustag
- Kornmarkt: 24.08.2007, 12.00 Uhr, Kirchweihtag/Bartholomäustag
- Marienkirchstraße: 24.08.2008, 13.00 Uhr, Kirchweihtag/Bartholomäustag
- Fertigung der Zifferblätter: Eduard Korfhage & Söhne GmbH, Melle
- Montage & Elektrik: Elektroinstallation-Glockenbau-Läuteanlage Rolf Klietz, Berkau
- Statik und überwachung: Ingenieurbüro Heinrich & Ebersbach, Stendal
- Rüstung: Gerüstbau Hellmig, Stendal OT Arnim
- Maurerarbeiten: Maurerfirma Schroedter Hochbau GmbH, Stendal
- Edelstahlzubehör: Mechanische Werkstätten Zorn, Stendal
- Hochziehaktion: Zimmerei Vack, Stendal, Off & Hampe, Stendal, Vereinsmitglieder, Freiwillige Feuerwehr Stendal, Brandt & Wangler Kran und Transport GmbH, Magdeburg, Elektroinstallation-Glockenbau-Läuteanlagen Rolf Klietz
- Kupferabdeckungen: Dachdeckerei Füllgraf GmbH, Stendal
- Sponsorenschilder: j+a.design, Stendal
- Marktplatz: geplant 12.500,00 €, tatsächlich 15.448,17 €
- Kornmarkt: geplant 12.500,00 €, tatsächlich 26.806,55 €
- Winckelmannplatz: geplant 12.500,00 €, tatsächlich 26.935.64 €
- Marienkirchstraße: geplant 9.500,00 €, tatsächlich 28.401,42 €
- Gesamt: geplant 47.000,00 €, tatsächlich 97.591,78 €
Die Mehrkosten resultieren aus den nicht geplanten Krankosten, umfangreichen Maurerleistungen, Kupferblecharbeiten, Vernadelungen von Mauerwerksrissen, Edelstahlarbeiten, Taubenschutz und Sponsorenschilder.... Hinzuzurechnen wären noch die Kosten für den Prüfstatiker Thomas Heinrich, die Containerleistungen der Firma Off & Hampe, die Kosten für die Hochziehaktionen, bei denen die Firmen Off & Hampe sowie Zimmerei Vack ohne Rechnungslegung mitgewirkt haben, und die ehrenamtlichen Stunden von verschiedenen Vereinsmitgliedern. Gesamtkosten rd. 100.000,00 €. Von der Evangelischen Stadtgemeinde wurden die Kosten für die Maurerarbeiten zum Winckelmannplatz in Höhe von 3.555,40 € übernommen. Die restlichen Kosten von 94.036,38 € wurden durch Spenden und vom Förderverein Glocken St. Marien Stendal e. V. übernommen.
Allen Beteiligten und Sponsoren möchte ich von Herzen danken. (siehe Sponsorenblatt)
Es sind aber noch Spenden für das letzte Zifferblatt/Ringzifferblatt willkommen. Ziffer VII - 350,00 € oder 7x50,00 €; Ziffer XI - 500,00 €; Großer Kreis - 500,00 €
aufgestellt: 07.02.2009
Bärbel Hornemann
Vorsitzende des Fördervereins Glocken St. Marien Stendal e.V.
C hronik der Zifferblattaktion
Zum Nachlesen: Chronik der ZifferblattaktionVielen Dank den zahlreichen Spendern und Sponsoren
